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Wort und
Sprache |
Die Glossen auf dieser Seite sind absteigend nach Datum sortiert, d. h. die letzte Glosse steht immer am Anfang. |
Stück für Stück dem Wahnsinn näher über eine neue Maßeinheit veröffentlicht am 15. August 2010
stueckweit.pdf 8 KB, 1 Druckseite
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Gehören Sie, liebe Glossenleser, eigentlich auch zu den unverbesserlichen Nostalgikern, denen trotz mannigfacher
Reformen immer noch die guten alten Maße im Kopf rumspuken? Sind Sie etwa auch einer dieser Unbelehrbaren, die nach wie vor die Leistung ihres Fahrzeugs in Pferdestärken statt in Kilowatt messen?
Die auf dem Wochenmarkt gar drei Pfund Weintrauben kaufen statt anderthalb Kilo? Und die sich beim Begleichen der Restaurantrechnung nach einem gemütlichen
Kerzenscheinabendessen (dtsch.: Candle Light Dinner) erschreckt darüber klar werden, daß die schlappen sechzig Euro früher satte hundertzwanzig Mark gewesen wären - mal ganz davon abgesehen,
daß das Festmahl wahrscheinlich wieder viel zu viele Kalorien statt kJoule enthalten hat?...  |
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Glossen aus |
dem Jahr 2007 |
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Numismatiker
einige Begriffsserklärungsversuche
veröffentlicht am 28. November 2007
numismatiker.pdf 11 KB, 2 Druckseiten
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Weil der heutige Morgen, liebe Glossenleser, an meinem rheinhessischen Wohnort ein wenig
neblig-kühl ist und ich mir gar nicht vorstellen mag, wie derselbe sich wohl in den anderen Teilen meines geliebten Vaterlandes präsentiert, habe ich mich in meiner warmen Stube der Beantwortung einer Frage
gewidmet, die mir - weiß der liebe Himmel warum - schon seit längerer Zeit auf den Nägeln brennt. Sie lautet: Was zum Teufel ist eigentlich
ein 'Numismatiker'? Nun, da selbst ich nicht alles weiß, habe ich heute morgen schon ganz früh verschiedene Experten und Sprachwissenschaftler zunächst an den Ohren herbei und danach zu
Rate gezogen. Mit einem traurigen Ergebnis jedoch: die haben auch alle keine Ahnung (wie's bei Experten oft der Fall ist... ich hätt's mir denken können). Andererseits haben sie ihr fundiertes Unwissen mir
gegenüber natürlich nicht offen zugegeben, sondern mich mit zahlreichen pseudowissenschaftlichen, ja, teilweise sogar halbesoterischen Erklärungen zugetextet, die ich nunmehr versuche,
in knappe, verständliche Worte zu kleiden. Vorausschicken muß ich allerdings noch, daß es mehrere verschiedene Erklärungsansätze gibt, von denen ich Ihnen die wichtigsten im Folgenden zusammenfasse...  |
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Glossen aus |
dem Jahr 2006 |
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Bäume wachsen nicht in den Himmel Gedanken zu meinem Lieblings-Unwort veröffentlicht am 22. September 2006
wachstum.pdf 15 KB, 3 Druckseiten
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Sie kennen das ja, liebe Glossen-Leser, jedes Jahr aufs Neue wird feierlich das offizielle Unwort des
Jahres gekürt. Und es gibt sogar Menschen, die das tatsächlich zur Kenntnis nehmen. Ich zum Beispiel. Was waren da aber in den letzten Jahren auch nicht schon alles für großartige Unwörter bei: die
Rentnerschwemme, der Gotteskrieger, die Ich-AG, das Humankapital und - noch ganz frisch - die Entlassungsproduktivität. Wunderbar! Allesamt herrliche Begriffe, die bestens geeignet sind, das Denken
und Handeln meines Volkes zu beeinflussen, indem sie nicht nur die gewünschten Stimmungen erzeugen, sondern auch wohlfundierte Vorurteile schüren oder gar unliebsame Entscheidungen der Obrigkeit
und der Institutionen sauber vertuschen. Manchmal frage ich mich zwar, wer sich sowas immer ausdenkt, aber das sind sicher mehrere Leute und bestimmt auch von Fall zu Fall andere, deswegen
interessiert mich die Antwort im Augenblick auch nicht gar so brennend - andererseits würde ich den ärgsten Sprachmanipulatoren aber schon gerne ab und zu mal das eine oder andere Unwort um die Ohren
semmeln... aber, nun gut, lassen wir das....  |
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Glossen aus |
dem Jahr 2004 und früher |
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Das Würde des Menschen ist unantastbar eine kleine Hommage an den umgangssprachlichen Konjunktiv
geschrieben im Mai 1990, veröffentlicht am 3. September 2004
das_wuerde.pdf 10 KB, 1 Druckseite
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Was glauben Sie wohl, was jetzt wohl wieder dabei rauskommen würde (Das Würde des Menschen ist unantastbar),
wenn ich dieses mir selbst gestellte Thema in aller Tiefe gedanklich ausloten würde (Das Würde des Menschen ist unantastbar)? Dann würde (Das Würde des Menschen ist unantastbar)
dieser Aufsatz sicher wieder so ein dummes, langes Geblödel, denn ich würde (Das Würde des Menschen ist unantastbar) bestimmt wieder irgendeine
pseudowissenschaftliche Abhandlung schreiben und Sie würden (Die Würden des Menschen sind auch unantastbar) vor Langeweile über der Lektüre zusammenbrechen, und das würde (Das Würde des Menschen
ist unantastbar) ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren können, jedenfalls heute nicht...  |
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Sprache ist männ menschlich über die irrsinnige Verweiblichung meiner Muttersprache veröffentlicht am 27. August 2004
maennliche_sprache.pdf
12 KB, 2 Druckseiten
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Also wirklich, liebe Leute, hört doch endlich auf! Ich finde, man kann die vielzitierte politische Korrektheit (political correctness
- auch wieder mal nur so ein hirnrissiger Blödsinn aus den USA) wirklich zu weit treiben! Worüber genau ich mich hier
überhaupt so echauffiere? Na, über diesen gräßlichen Hang zur krampfhaften Feminisierung der Wörter, damit sich auch Zuhörerinnen oder Leserinnen angesprochen fühlen und sich nicht sofort auf den
Schwanz getreten (... Quatsch, geht ja gar nicht), also: auf den Schlips (... schon wieder Quatsch, ist ja auch ein Phallus-Symbol), na gut, dann eben schlicht: damit sie nicht beleidigt sind... 
Diese Glosse habe ich im Mai 1991 geschrieben und sie ist in verkürzter Form bereits
im Vorwort eines Handbuchs zur Durchführung von Großveranstaltungen erschienen, |
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Klare Worte bitte keine sprachlichen Doppeldeutigkeiten 1996 - bisher unveröffentlicht
klare_worte.pdf 12 KB, 3 Druckseiten
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Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, beim Sprechen und Schreiben. Die Frage lautet doch wohl: Warum
schreibe ich dies hier überhaupt, obwohl ich weiß, daß der größte Teil der Menschheit es weder heute noch morgen liest? Die Antwort ist, wenn vielleicht auch nicht jedem sofort verständlich, aber dennoch
ebenso simpel wie einfach. Sie lautet: JA, denn schließlich gehört das JA mit seinen nur zwei Buchstaben zu den kürzesten Wörtern der deutschen Sprache...  |
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