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Sinniges, Unsinniges, Tiefsinniges und Schwachsinniges
 

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in diesem Abschnitt

KLUGE SPRÜCHE
DUMME SPRÜCHE
FUNDSTÜCKE
SCHÜTTELREIME
SPONTANLYRIK
 


Hiermit versichere ich, daß ich trotz der Schlüpfrigkeit mancher Verse keinen Anstoß nehmen werde.

Doch, ich nehme Anstoß, lasse es mir jedoch nicht anmerken.

Gereimte Aphorismen?

Eine berechtigte Frage. Aber vielleicht sind die Verse aus meiner Spontanlyrikwerkstatt ja auch nur der reine Blödsinn, entstanden auf diverse Veranlassungen hin? Urteilen Sie am besten selbst. Zuvor aber noch eine wichtige Mitteilung zu meinem Leiden:

Zwangsdichten
Die Frage eines Lesers, ob ich mein Lyrik-Leiden schon mal hätte untersuchen lassen, muß ich hier in aller Bescheidenheit bejahen. Bei einigen medizinischen Kapazitäten sogar, die allerdings vor dem selben Rätsel standen, vor dem bisher die gesamte Ärzteschaft kapitulieren mußte (ich hab's sogar mal mit eigenen Augen gesehen, wie vereinzelte Exemplare dieser weißbekittelten Gattung aus lauter Verzweiflung und in Ermangelung von Flinten die Skalpelle und die Stethoskope in ihren Korn geworfen haben).
Auf dem letzten Psychologenkongreß - in Irresheim bei Nörvenich war's, glaub' ich mich erinnern zu können - wurden sogar zwei Vorträge über den Lyrikzwang gehalten, deren Halter, welche bisher für Experten gehalten wurden, aber im Verlaufe des Haltens auch nichts weiter tun konnten, als ihrem eigenen Unwissen über dieses Phänomen Ausdruck zu verleihen.
Die gesamte medizinische Wissenschaft steht machtlos da. Und zwar global. Das Einzige, was man am Massachusetts Institute of Technology, in Berkley und in längeren Versuchsreihen mit zwei oder drei freiwilligen Dichtern bzw. Spontanlyrikern an der Berliner Charité bisher darüber herausgefunden hat, ist, daß Zwangsdichten zwar wohl genetisch bedingt, glücklicherweise aber nur eingeschränkt kontagiös ist und sich bei fortschreitender Altersdemenz ganz von selber zurückbildet, weshalb größere Impfaktionen innerhalb der dichtenden Bevölkerung bislang einigermaßen folgenlos unterbleiben konnten. Demzufolge können Einzelfälle, wie ich einer bin, im Interesse des Gemeinwohls sowie der eingeschränkten finanziellen Mittel derzeit noch ignoriert werden. Der Gesetzgeber denkt jedoch leider weiterhin darüber nach. Warten wir's also ab.
Es grüßt der Dichter aus Rheinhessen
und läßt Sie diese Reime fressen:

Juni 2010

Lob der Trunkenheit
(in Zusammenarbeit mit HH)
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Gestern Bier, heute Wein...
Was nur wird es morgen sein?
Sicher sind es Schnapsen,
die lieben die Synapsen.
Denn mit den diversen Fuseln
kann man herrlich sich beduseln,
so daß alle die Synapsen
freudig in die Hände klapsen.
Doch was auch immer: Schnaps, Bier, Wein,
Wie schön ist doch Besoffensein!
Drum, ihr Brüder, seid bereit!
Jetzt! Nicht erst zur Weihnachtszeit.

April 2010

Das Klagelied eines deutschen Soldaten
(in der Kantine vor einem Bier sitzend... also der Soldat, nicht ich)
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Herr General,
nun horch einmal:
Ich bleibe hier!
Das sag' ich Dir.
Afghanistan den Taliban!
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Was soll der Pfusch
am Hindukusch?
Es gibt kein' Sieg
in diesem Krieg.
Afghanistan den Taliban!
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Bin ich Beduine?
Die Bundeswehrkantine
ist des Soldaten Ort.
Ich will nicht fort.
Afghanistan den Taliban!

Dezember 2009

Sonne und Mond
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Die liebe, liebe Sonne
die bringt uns Freud' und Wonne.
Doch in der Nacht da scheint sie nicht,
dann hat sie Ende ihrer Schicht.
Zur Mitternacht, ganz wie gewohnt,
strahlt hoch vom Himmel nur der Mond.
Die Richtung ist ihm ganz egal.
Man sieht ihn hier und überall.

April 2009

Bekanntmachung an einer Kirchentür -
oder: die Flatrate-Kommunion
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So tritt doch ein, du guter Christ,
der du ein wenig hungrig bist.
Bei uns gibt's die Oblate
als flacheste Flatrate!
Die volle Eucharistie
mit Leib von Jesu Christi.
Es ist auch gar nicht teuer,
Du zahlst ja Kirchensteuer.
Komm' rein, dann wirst du seh'n:
für dreiundzwanzig zehn
ist alles inklusive,
das ist das Positive.
Komm doch herein, dann siehst Du's.
Gelobt sei Jesus Christus!

Mai 2008

Der Sanktnimmerleinstag
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Oh heiliger Sankt Nimmerlein,
laß ab von Deinem Pimmerlein!
Sonst sperr' ich Dich ins Zimmer ein.
Da kannst Du dann für immer sein.

 

Zwar schon etwas eher und in Limerick-Form geschrieben, aber dasselbe Grundthema:

März 2008

Im Cockpit
Von Germanwings die Piloteuse,
die war ihrem Freund einmal beuse.
Drum nahm sie zum Scheuern
den Knüppel zum Steuern
an ihrer einsamen Meuse.

März 2008

Aufforderung zum Lungenzug
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Du solltest es mal probieren:
das Inhalieren
der Zigarren,
bis daß die Lungenflügel knarren.

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Siehe auch meine anderen SURF-TIPPS

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