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...für die einsame Insel |
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Joachim Ernst Berendt (überarbeitet von Günther Huesmann) Das Jazzbuch
Das Jazzbuch, 1953 erstmals veröffentlicht, hat das Ziel, den ganzen Jazz darzustellen - vom Ragtime und von New Orleans bis zu den derzeit herrschenden
Stilen und Spielweisen. Konnte man bis in die 1960er Jahre von einer gradlinigen Entwicklung des Jazz sprechen, so gilt für den Jazz ab den 1980er Jahren, daß es Stil ist, alle stilistischen Grenzen zu
überschreiten. Wenn man überhaupt noch von Spielarten sprechen kann, so sind das Klassizismus, Neoklassiszismus, Free Funk, Weltmusik und No Wave, deren charakteristische Merkmale
dargestellt und deren wichtigste Vertreter, soweit sie sich überhaupt einer bestimmten Stilrichtung zugehörig fühlen, vorgestellt werden.
© 1991 Fischer Taschenbuch Verlag ISBN 3-596-10515-3, 651 Seiten
Mein Kommentar: Meine hier vorgestellte Ausgabe des Jazzbuchs ist die bisher vorletzte. Ich besitze mehrere Ausgaben seit 1958. Zum
Inhalt muß ich zusätzlich zu den Informationen aus dem Vorwort nicht mehr viel sagen, außer vielleicht, daß Günther Huesmann, der derzeitige Herausgeber, das von J. E. Berendt (1922 - 2000)
begonnene Werk in dessen Sinne fortführt. Jeder, der sich auch nur ansatzweise für Jazz interessiert, braucht dieses Buch. Die deutsche Jazz-Bibel eben. |
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William H. Calvin Der Strom, der bergauf fließt - Eine Reise durch die Evolution
Der Grand Canyon ist eine der großartigsten Landschaften der Erde. Touristen betrachten das Weltwunder meist nur an einigen Aussichtspunkten
von oben, doch das ganze Naturschauspiel erschließt sich erst dem, der die knapp 400 Kilometer des Canyons per Boot und zu Fuß selbst durchmißt. Deshalb bricht eine Gruppe von Wissenschaftlern der
unterschiedlichsten Disziplinen zu einer zweiwöchigen Bootsfahrt durch diese Wildnis auf, und William H. Calvin wird mit seinem Tagebuch zum Chronisten einer abenteuerlichen Reise auf einem Fluß, der
stellenweise tatsächlich bergauf fließt. |
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© 1997 dtv 30579 ISBN 3-423-36077-1, 707 Seiten
Mein Kommentar: Die grandiose Landschaft des Grand Canyon löst bei den Wissenschaftlern Diskussionen darüber aus, wie diese
wunderbare Natur der Erde einst entstanden ist. Kommentiert und erläutert von den jeweiligen Experten zieht die ganze Evolution vorüber, vom Urknall bis zum Großhirn des Homo sapiens. Wer sich
auch nur annähernd für die Evolution interessiert, sollte, nein, darf sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen. Verständlich geschrieben und spannend wie ein Krimi. |
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Paul Davies Gott und die moderne Physik
Vieles von dem, was die moderne Naturwissenschaft herausgefunden hat, ist längst im Bewußtsein der Allgemeinheit verankert. Wem müßte heute noch
erklärt werden, daß Atome teilbar sind, daß sich hinter der Welt der Atome weitere, geheimnisvolle Welten verbergen? Und doch geht das, was die Naturwissenschaften, insbesondere die Physik,
mittlerweile herausgefunden haben über die letzten Bausteine der Materie, das Wesen von Seele und Geist, den Beginn von Raum und Zeit, kurz, die Urgründe des Universums und unseres
Seins, weit über das hinaus, was man landläufig für die Konstanten unseres Daseins hält. Paul Davies trägt diese Erkenntnisse zusammen. Ohne in eine komplizierte und unverständliche
Formelsprache abzurutschen, eröffnet er auch für interessierte Laien Einblicke in bisher ungedachte, phantastische Wirklichkeiten. |
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© 1986 Goldmann Verlag ISBN 3-442-11476-4, 319 Seiten
Mein Kommentar: Paul Davies beantwortet aus der Sicht des Physikers die vier Existenzfragen: Warum sehen die Naturgesetze so
aus, wie wir sie kennen? Warum besteht das Universum gerade aus dem Rohmaterial, aus dem es besteht? Auf welche Weise ist dieses Rohmaterial entstanden? Auf welche Weise erhielt das All seine
Ordnung? Hoimar von Ditfurth sagt in seinem im 1984 geschriebenen Vorwort dazu: "Dies ist ein großartiges Buch - nicht nur eine exzellente Wissensquelle hinsichtlich aktueller Probleme der physikalischen
Forschung, sondern auch ein hinreißend geschriebenes Leseabenteuer." Dem brauche ich nichts hinzuzufügen. |
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Hoimar von Ditfurth Im Anfang war der Wasserstoff
Wenn man den Wasserstoff und seine erstaunlichen Eigenschaften als gegeben hinnimmt, und ebenso die Naturgesetze, Raum und Zeit, dann läßt sich
daraus, wenigstens in den groben Umrissen, die Geschichte ableiten, die seit dem Anfang der Welt abläuft und die auf der Erde bis hin zu uns selbst geführt hat. Daß das möglich ist, das ist die
faszinierendste Entdeckung unserer Zeit. Sie bildet deshalb auch das Grundthema dieses Buches. Sie ist zugleich insofern die bedeutendste Entdeckung der modernen Naturwissenschaft, als sie
jeden von uns, der sich dieser Einsicht nicht gewaltsam verschließen will, zur Anerkennung der Tatsache zwingt, daß diese Welt und ihre
Geschichte einen Ursprung haben, der nicht in ihr selbst liegen kann. |
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© 1972 Hoffmann & Campe ISBN 3-455-08854-6, 360 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
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Mein Kommentar: Um es gleich vorweg zu sagen: dieses über 30 Jahre alte Buch, das wohl bekannteste von Hoimar von Ditfurth (1921
- 1989), ist in einigen Details mittlerweile überholt. Aber, wie gesagt, nur in einigen Details, zu denen Naturwissenschaft und Philosophie inzwischen neuere (und tiefere) Erkenntnisse gewonnen haben.
Dennoch gehört es zu den wenigen Büchern, die jeder, der sich selber für halbwegs gebildet hält, unbedingt gelesen haben muß. Ditfurth verfolgt darin auf höchst spannende, unterhaltende und anschauliche
Weise den weiten Bogen der Evolution vom Urknall bis zum Großhirn des Homo sapiens und damit ist es meines Erachtens das beste Buch, einem Menschen (also auch Ihnen) seinen anthropozentrischen Zahn
zu ziehen und sein meist überschätztes Selbstverständnis zu relativieren. Ganz speziell dieses, aber eigentlich alle Bücher und Fernsehsendungen Hoimar von Ditfurths haben mein persönliches
Weltbild entscheidend beeinflußt. A propos 'einsame Insel', natürlich empfehle ich Ihnen, genau wie ich, auch die anderen populären Bücher von ihm mit dorthin zu nehmen. Hier sind neben dem Wasserstoff
seine sechs wichtigsten: |
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Kinder des Weltalls (1970)
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Zusammenhänge (1974)
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Der Geist fiel nicht vom Himmel (1976)
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Wir sind nicht nur von dieser Welt (1981)
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So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen (1985)
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Innenansichten eines Artgenossen (1989)
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Eine vollständige Übersicht über Hoimar von Ditfurths Bücher (allesamt höchst lesenswert) und
Publikationen finden Sie auf meiner Webseite über ihn, die Sie rechts über den Standard-Link erreichen. Dort stelle ich in der Rubrik "Buchtipps" auch noch weitere populärwissenschaftliche Werke anderer
Autoren vor und natürlich können Sie auf dieser Webseite auch eine Menge über den Menschen, Wissenschaftler und Publizisten Ditfurth lernen. |
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Richard Fester Sprache der Eiszeit - Die ersten sechs Worte der Menschheit
Nach wie vor ist dieses Buch der bisher umfassendste Bericht über die Archetypen der Vox Humana. Es faßt
die Forschungsergebnisse Richard Festers, des 1910 in Berlin geborenen Begründers der Paläolinguistik, zusammen und machte bei seiner Erstveröffentlichung auf eine noch heute gültige
Weise Schluß mit dem Streit der Gelehrten - Linguisten und Philologen - über den Ursprung der Sprache. In wissenschaftlicher, aber überzeugend allgemeinverständlicher Form geht Fester gegen die
allen antropologischen und biologischen Erkenntnisse widersprechende Negierung eines gemeinsamen Ursprungs menschlicher Sprache vor, legt das Vorhandensein eines sämtlichen lebenden und toten
Sprachen gemeinsamen Wortschatzes von sechs Archetypen frei und weist sie in Dutzenden von Idiomen aller Kontinente nach. |
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© 1980 Herbig Verlagsbuchhandlung ISBN 3-776-60980-X, 286 Seiten mit zahlreichen s/w Fotos
Verlagsseitig leider nicht mehr lieferbar.
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Mein Kommentar: Vor einiger Zeit entdeckte ich auf einem Flohmarkt dieses Buch und da ich mich u. a. sehr für Sprache im allgemeinen
und besonderen interessiere, habe ich gerne vier Euro dafür ausgegeben. Schließlich sind es die Wörter unserer Sprache, die unser Denken und damit auch in gewisser Weise die Grenzen unseres
Denkvermögens bestimmen. Richard Festers (1860 - 1945) Buch gibt ausführliche und wohlbegründete Einblicke in den gemeinsamen Ursprung und den inneren Zusammenhang aller Sprachen unserer
Erde und beweist damit die menschliche Evolution aus einem mal ganz anderen Blickwinkel (siehe auch meine Buchempfehlung Wörter machen Leute von Wolf Schneider). Und auch wenn die vielen
tabellarischen Vergleiche zwischen den unterschiedlichsten Sprachen zwischendurch etwas ermüdend sind, kann ich nur sagen: vier Euro, die sich wirklich gelohnt haben! Übrigens, die angesprochenen sechs
Archetypen der menschlichen Sprache sind BA, KALL, TAL, OS, ACQ, und TAG. Mehr dazu in diesem hochinteressanten Buch, das leider nur noch antiquarisch erhältlich ist. |
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Reinhardt Hess & Sabine Sälzer Die echte italienische Küche
Kein anderes Land ist so eng mit unserer Sehnsucht nach Sonne, nach milder Luft und blauem Meer verbunden wie Italien. Und gleich tauchen
Erinnerungen an die Küche auf, an das einfach Essen auf einer Terrasse unter freiem Himmel, an dampfende Pasta, den Duft des frisch geriebenen Parmesans, den guten Landwein. 230 berühmte und
neu entdeckte Rezepte aus allen kulinarischen Regionen von Südtirol bis Sizilien: Von Antipasti bis Dolci präsentiert sich jede Region mit unverwechselbaren, unwiderstehlichen Gerichten. Alles gelingt ganz
leicht, ohne große Vorkenntnisse - und für ungewöhnliche Zutaten sind in jedem Fall Ersatzmöglichkeiten angegeben. |
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© 1992 Gräfe und Unzer GmbH ISBN 3-774-21102-7, 320 Seiten
Mein Kommentar: Ein ganz tolles Kochbuch! Nein, nicht nur, es ist auch ein Buch zum Schmökern und Träumen. Zu den reich bebilderten
Rezepten mit ungezählten praktischen Tipps und Tricks gibt es seitenweise Hintergrundinformationen über die Regionen und ihre typischen Produkte mit vielen schönen Fotos. Auch wenn man
Klappentexten durchaus mißtrauen kann, diesmal stimmt es wirklich: alle Rezepte sind auch von Koch-Amateuren recht einfach nachzukochen (jedenfalls die, die ich schon probiert habe) und würden
trotzdem jedem italienischen Spitzenrestaurant alle Ehre machen. Fazit: Ein Kochbuch für alle - nicht nur für die, die immer noch glauben, daß die italienische Küche nur aus Pizza, Pasta und
Chef-Salat besteht. Übrigens, HIER
finden Sie mein Rezept für ein "Italo-Quicky" (stammt allerdings nicht aus diesem Buch). |
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Heinrich Jaenecke Mein Gott, was haben wir getan! - Von Hiroshima nach Tschernobyl, der Weg in das atomare Verhängnis
Die Diskussion um die Atomenergie ist zur Lebensfrage unserer Zeit geworden. Doch die Unsicherheit ist groß, und die Verwirrung nimmt zu.
Dieses Buch führt den Leser zum Ursprung des Atomzeitalters zurück. Es schildert den verhängnisvollen Weg von einer wissenschaftlichen Entdeckung, der
Kernspaltung, zu einem der größten Kriegsverbrechen der Geschichte, dem Abwurf der Atombombe - und von der Bombe zum vermeintlichen Segen, der "friedlichen" Nutzung der Atomenergie. Doch die Bombe
und der Reaktor stellen die gleiche Bedrohung dar. Seit Tschernobyl wissen wir, daß die Apokalypse auch ohne Krieg möglich ist. |
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© 1987 Stern-Buch, Verlag Gruner+Jahr ISBN 3-570-07962-7, 288 Seiten
Verlagsseitig leider nicht mehr lieferbar.
Mein Kommentar: Dieses Buch sollte jeder gelesen haben, der immer noch glaubt, daß Atomkraft den Energiebedarf der Menschheit decken
kann ohne gleichzeitig neue unlösbare Probleme zu schaffen. Und wer es dann immer noch nicht begriffen hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen! |
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Corinne Maier Die Entdeckung der Faulheit - Von der Kunst, bei der Arbeit möglichst wenig zu tun
Machen wir uns nichts vor: Eine exzellente Ausbildung kann den Arbeitsplatz nicht mehr sichern, Karriere ist
nicht mehr garantiert und die Renten sind auch in Gefahr. Was also tun? Am Arbeitsplatz am besten so wenig wie möglich, rät Corinne Maier und erklärt, warum sie Sie Ihrem Unternehmen bedenkenlos das
Engagement aufkündigen können. Wer nichts zu gewinnen hat, sagt, sie, habe auch nichts zu verlieren. Allerdings sollte die Strategie subtil angelegt werden. |
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© 2005 Goldmann Verlag ISBN 3-442-30113-0, 156 Seiten
Mein Kommentar: Danke, Corinne! Die Autorin (Jahrgang 1964, französische Politologin, Volkswirtin und Psychoanalytikerin) hat mir
mit ihrem Buch eine Menge Arbeit abgenommen. So brauche ich nämlich nicht mehr selber zu beschreiben, wie es mir gelungen ist, 35 Jahre in einem multinationalen Großkonzern zu überleben und dabei
sogar noch eine bescheidene Karriere zu machen. Irgendwie habe ich mich - auch ohne dieses Buch zu kennen - damals instinktiv richtig verhalten. Also gar so neu ist Maiers Entdeckung dann doch nicht.
Trotzdem ein höchst vergnügliches Buch, das nicht nur die immer wieder gehörten Sprüche der Großunternehmen gründlich zerpflückt, sondern das ich jedem, der (wie ich) von Natur aus faul ist oder es
werden möchte, dringend empfehlen kann (es hat auch nur 156 Seiten, die sich schmunzelnd flott weglesen). Achtung: Workaholics sollten die Finger davon lassen! |
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Desmond Morris Der nackte Affe
Dieses revolutionäre Buch verwandelt unser Denken von Grund auf. Wer es gelesen hat, wird alles rundum mit neuen Augen sehen: Nachbarn und
Freunde, Frau und Kinder - und sich selbst. Und er wird vieles Alltägliche ebenso wie vieles bisher Unbegreifliche nun mit jener lächelnden Nachsicht verstehen, die ihn dieses Buch lehrt. Kühn und
konsequent, amüsant und aufreizend sachlich gibt hier ein Zoologe und Verhaltensforscher eine Antwort auf die alte Frage: Was ist der Mensch? |
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© 1968 Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 4035/2, 387 Seiten
Mein Kommentar: Ein äußerst amüsantes und dabei doch in sich stimmiges Buch. Morris zeigt als Zoologe mal eine ganz andere Sicht
der menschlichen Evolution und Kulturgeschichte. Ich habe es mehrfach mit großem Vergnügen gelesen und kann es daher guten Gewissens wirklich jedem ans Herz legen. |
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Georg Popp / Dr. Heinrich Pleticha Wir leben seit fünf Sekunden
Ein abenteuerlicher Streifzug voller Überraschungen durch die Wunder des Weltalls, der Erde, des Menschen und des Atoms führt die Leser durch
dieses Buch. Abenteuer und Wissen - diese beiden für ein Jugendbuch so wichtigen Pole umfassen alle die bekannten Jugendbücher, die im Arena-Verlag erschienen sind. |
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© 1958 Arena Verlag ISBN B0000BMFZP, 509 Seiten
Verlagsseitig leider nicht mehr lieferbar.
Mein Kommentar: Zu meinem 12. Geburtstag bekam ich von meinem Vater dieses Buch geschenkt. Ich habe es seinerzeit wieder und wieder
verschlungen und es hat mir die Tür zu einer Welt geöffnet, die mich ganz besonders fasziniert hat (obwohl damals in der Schule die naturwissenschaftlichen Fächer nicht unbedingt zu meinen großen
Stärken zählten). Deshalb möchte ich diesem Buch - obwohl es in vielen Fakten völlig überholt ist - hier ein kleines Denkmal setzen, weil es mir im Rückblick gewissermaßen den Weg bereitet hat, mir
diese Faszination bis heute zu erhalten. Es wäre schön, wenn es für junge Menschen eine aktualisierte Neuauflage gäbe. |
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Wolf Schneider Wörter machen Leute - Magie und Macht der Sprache
Die Sprache trägt unsere Gedanken, beflügelt unsere Gefühle, durchdringt unser Leben. Aus der öden Stummheit des Tieres und dem hilflosen Lallen des
Säuglings hebt sie uns zur Höhe des Menschseins empor. Doch Wörter machen Leute in einem noch handfesteren Sinn: unser Wortschatz ist ein Erbe, das uns mit den Urteilen und Vorurteilen unserer
Ahnen speist. Die Wörter ordnen uns die Welt, sie kanalisieren unser Denken, ja, sie denken für uns. Steuert gar ein Volksverführer die Sprache mit klarem Vorsatz und psychologischem Geschick, dann
macht er sich mit Wörtern die Leute so zurecht, wie er sie haben will. |
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© 1976 Piper Verlag ISBN 3-492-02218-9, 434 Seiten
Taschenbuch 1996, ISBN 3- 492-20479-1, 432 Seiten
Mein Kommentar: Nur die Sprachwissenschaft kann uns aus einem kritiklosen Gebrauch unserer eigenen Sprache befreien. Wolf
Schneider gelingt es in diesem Buch, die Geschichte und den Gebrauch der Sprache - und damit auch ein Teil unseres Denkens - humorvoll, spannend und überraschend klarzumachen. Besonders
interessant ist es, daß Schneider die Entwicklung (die Evolution) und den sozialen Kontext von Sprache ausführlich erklärt (siehe auch meine Buchempfehlung Die Sprache der Eiszeit
von Richard Fester). Seit ich Schneiders Buch gelesen habe, bin ich verbal nicht mehr so leicht zu verführen... glaube ich zumindest. |
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Frederic Vester Unsere Welt - ein vernetztes System
Die technische und wirtschaftliche Entwicklung hat zu immer größerer Spezialisierung und zu immer größerer Komplexität von Technik und Wirtschaft -
und damit auch von deren Wechselwirkung mit der Gesellschaft - geführt. Darüber haben wir mehr und mehr aus dem Auge verloren, wie sich diese Systeme zueinander, zum Menschen, zu unserer Kultur und
zur Natur verhalten. Um der Probleme unserer Zivilisation Herr zu werden, müssen wir bestrebt sein, diese Komplexität zu durchdringen: Die Gesetzmäßigkeiten in der Natur -
ein vorbildliches, sich durch selbstregulierung erhaltendes System - müssen wieder Ausgangspunkt unseres Planens und Handelns werden. |
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© 1983 dtv, ISBN 3-423-10118-0, 178 Seiten
Mein Kommentar: Dieses Taschenbuch basiert auf dem 1978 erschienenen Katalog zur Wanderausstellung "Unsere Welt - ein
vernetztes System", die in den 1970/80er Jahren von Frederic Vester (1925 - 2003) veranstaltet wurde. Es ist äußerst verständlich geschrieben und reich bebildert. Auch wenn... nein, gerade weil es so
scheint, als könne man dieses Buch eins zu eins als Drehbuch für einen Beitrag zur "Sendung mit der Maus" verwenden, sollte es zur Pflichtlektüre jedes Industriemanagers, Politikers, ja, eigentlich jedes
Menschen ab einem Lebensalter von 10 Jahren gehören! |
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Gerhard Vollmer Biophilosophie
Die Entdeckung der Wichtigkeit der Biologie führte
dazu, daß mehrere junge Physiker zur Biologie umsattelten und zu führenden Molekularbiologen wurden. So war es ganz folgerichtig, daß Gerhard Vollmer, selbst ausgebildeter Physiker und
Philosoph, sich der Philosophie der Biologie, vor allem der Evolutionsbiologie zuwandte. Wer Vollmers Schriften liest, muß immer wieder bewundern, wie gut
er die heutige Biologie versteht. So ist seine Kennzeichnung der natürlichen Auslese als "unterschiedliche Reproduktion auf Grund unterschiedlicher Tauglichkeit" wesentlich treffender als die
irreführenden Definitionen, die noch heute von manchen Fachbiologen benützt werden.
[mangels Klappentext stammt dieser kurze Auszug aus dem Geleitwort von Ernst Mayr, Cambridge, USA] |
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© 1995 Philipp Reclam ISBN 3-150-09386-4, 201 Seiten
Mein Kommentar: Diese kleine Sammlung von Gerhard Vollmers
Aufsätzen und Vorträgen gehört so ziemlich zum Besten, das ich seit langem zum Thema Evolution gelesen habe! Vollmer spannt darin einen weiten Bogen von der Biologie als Wissenschaft vom Leben
(einschließlich ihrer Grenzen) über die Evolutionäre Erkenntnistheorie, zu deren Begründern er gehört, bis hin zur Evolutionären Ethik, ein bisher noch wenig beachtetes Teilgebiet der Evolutionstheorie. Er
schafft es dank seiner schnörkellosen, aber dennoch anschaulichen Formulierkunst, auch komplizierte Sachverhalte verständlich darzulegen. Damit ist dieses Buch ein ganz hervorragendes Brevier
zum Thema Evolution, das zudem dank der handlichen Kleinheit eines Reclam-Büchleins in jede Jackentasche paßt (und dort auch unbedingt hingehört - man weiß ja nie, mit wem man sich unverhofft mal über
Evolution unterhalten wird, und dann ist es gut, wenn man "seinen Vollmer" dabei hat). |
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Robert L. Wolke Was Einstein seinem Koch erzählte - Naturwissenschaft in der Küche
Ob Einstein überhaupt einen Koch hatte? Profi-Köche und überhaupt alle, die kochen, könnten allerdings einen Naturwissenschaftler vom Kaliber Albert
Einsteins gut gebrauchen - jemand, der ihnen Antworten auf die vielen Küchenfragen gibt und ihnen so die Küchenwissenschaft nahebringt. Der Chemiker und Bestsellerautor Robert Wolke übernimmt diese
Rolle in diesem Buch zur Alltagswissenschaft. Wolke erklärt die wissenschaftlichen Grundlagen der Nahrungsmittel, der Küchengeräte und des Kochens selbst. Er erklärt unterhaltsam und informativ alles
Wichtige zu Zucker und Salz, zu Fett, zur Chemie in der Küche, zu Fleisch und Fisch, zu Hitze und Kälte, zu Getränken, zu Mikrowellen sowie zu Geräten und Küchentechnik. |
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© 2003 Piper Verlag ISBN 3-492-04496-4, 391 Seiten
Mein Kommentar: Als naturwissenschaftlich interessierter Mensch, der gleichzeitig auch gerne kocht (und ißt), hat mir dieses Buch viel Spaß
gemacht. Weiß ich doch jetzt endlich z. B., daß sogar Rülpsen zur globalen Erwärmung beiträgt und warum das Teflon, an dem nichts kleben bleibt, trotzdem an der Pfanne haftet. Robert Wolke
(Chemie-Professor in Pittsburgh und Kolumnist der Washington Post) schreibt ebenso sachkundig wie humorvoll und die eingestreuten Rezepte von Marlene Parrish lockern den Text noch zusätzlich auf.
Das Buch ist zwar von einem Amerikaner für Amerikaner geschrieben und somit etwas USA-lastig, aber dank der erläuternden Fußnoten des Übersetzers (Helmut Reuter) ist es auch für Europäer verständlich, die
nicht jahrelang in den USA gelebt haben. |
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Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (Hrsg.) Fair Future - Begrenzte Ressourcen und globale Gerechtigkeit
Ölkrise, Wasserkonflikte, schwindende Ernährungssicherheit - die Botschaften von knappen Ressourcen häufen sich. Gleichzeitig wächst die
Bevölkerung weiter und immer mehr Nationen (wie etwa Indien oder China) fordern ihr unbestreitbares Recht auf Entwicklung ein. Angesichts einer schon
jetzt überforderten Biosphäre wird der Kampf um die knappe Natur die Krisen des 21. Jahrhunderts mitbestimmen. Dieses Buch, verfaßt von Fachleuten des international renommierten Wuppertal Instituts, liefert
eine Analyse der Konfliktlagen. Es entwirft überdies Perspektiven einer Politik der Ressourcengerechtigkeit und umreißt die Konturen einer globalen Umwelt- und Wirtschaftspolitik, die gleichermaßen der Natur
wie den Menschen verpflichtet ist.
© 2005 C. H. Beck Verlag, München, ISBN 3-406-52788-4, 278 Seiten |
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Mein Kommentar:
"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier." Diesen Satz von Mahatma Gandhi haben die Wissenschaftler des Wuppertal Instituts unter Leitung von Dr. Wolfgang Sachs und Tilman Santarius (Projektgruppe "Welche Globalisierung ist zukunftsfähig?") ihrem Buch vorangestellt und er umreißt kurz und prägnant den gesamten Inhalt. "Dieses Buch rückt ins Licht, was jeder zwar ahnt, aber wofür niemand sich so richtig zuständig fühlt," schreibt Prof. Dr. Peter Hennicke, der Präsident des Wuppertal Instituts, dann auch noch im Vorwort - und hat recht damit. Denn, offen gesagt, bei der Lektüre kann einen trotz oder gerade wegen aller Sachlichkeit, derer sich die Autoren bemüht haben, schon die nackte Wut packen, weil selbst durch noch so zahlreiche G8-Treffen und scheinbar wohlmeinendem Globalisierungsgeschwafel der Politiker und Wirtschaftsbosse mit Sicherheit die Probleme der Welt nicht gelöst werden. Deshalb, so fürchte ich, wird auch dieses "...wichtige Informationswerk und ein Kompaß für alle, die nach Wegen zu einer zukunftsfähigen Weltgesellschaft suchen..." (Zitat WDR 5) wieder einmal nur von denjenigen Menschen gelesen (und verstanden), die es eh schon gewußt haben. Leider, leider!
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Sie sollten sich nicht zur Gruppe der Ignoranten zählen müssen, deshalb unbedingt
und natürlich auch lesen!
Meine ausführliche Rezension dieses wichtigen Buchs finden Sie HIER
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