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Vielleicht haben Sie es noch gar nicht gewußt, aber ich liebe es, Fragebögen jeder Art auszufüllen (einzige Ausnahme: meine Steuererklärung).
Fragebögen waren in den "Salons der Vergangenheit" ein beliebtes Gesellschaftsspiel und ich finde, daß die ehrlichen
Antworten, derer auch ich mich natürlich befleißigt habe, eine ganze Menge über die Persönlichkeit des Befragten aussagen.
Hier sind meine Antworten auf den berühmten Fragebogen aus dem FAZ-Feuilleton, in dem auch schon viele andere
prominente Zeitgenossen nach ihren Vorlieben und Abneigungen gefragt wurden.
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Die Fragen und |
meine Antworten |
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Was ist für Sie das größte Unglück?
Einen geliebten Menschen zu verlieren.
Wo möchten Sie leben? Ist mir egal, immer dort, wo ich gerade lebe... obwohl, meine heimliche Liebe ist Kopenhagen und ich könnte mir
vorstellen, dort meinen Lebensabend zu verbringen.
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück? Mir genügt Gesundheit und eine gesicherte materielle
Grundversorgung in Verbindung mit einem bescheidenen Luxus.
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten? Meine eigenen natürlich.
Ihre liebsten Romanhelden? Ich lese kaum Romane. Ganz pfiffig finde ich aber Ephraim Kishons schlitzohrigen 'Jossele'.
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte? Der "Mann des letzten Jahrtausends": Johannes Gutenberg.
Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit? Frauen im sozialen Dienst, insbesondere alle Frauen, die
sich für ein vergleichsweise bescheidenes Gehalt in der Alten- und Krankenpflege aufopfern.
Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung? Isaac Asimovs Computer-Psychologin 'Susan Calvin' aus seinen Roboter-Geschichten.
Ihr Lieblingsmaler? Salvatore Dali, M. C. Escher, Hieronymus Bosch und dänische Impressionisten (z. B. Michael Ancher).
Ihr Lieblingskomponist? Lieblingskomponisten habe ich mehr als ich hier aufzählen könnte. Einige davon sind: Wolfgang Amadeus Mozart,
George Gershwin, Antonio Carlos Jobim, Ennio Morricone, Gustav Mahler, John Lennon und Paul McCartney.
Welche Eigenschaft schätzen Sie bei einem Mann am meisten? Humor, Offenheit, Gelassenheit, Ehrlichkeit und Bescheidenheit.
Welche Eigenschaft schätzen Sie bei einer Frau am meisten? Humor, Offenheit, Gelassenheit, Ehrlichkeit und Bescheidenheit.
Ihre Lieblingstugend? Humor, Offenheit, Gelassenheit, Ehrlichkeit und Bescheidenheit.
Ihre Lieblingsbeschäftigung? Kreativ faulenzen, was immer man sich darunter vorstellen kann.
Wer oder was hätten Sie sein mögen? Nichts anderes als das, was ich bin.
Ihr Hauptcharakterzug? Wenn das ein Charakterzug ist, ein realistischer Optimismus. Ansonsten treffen meine Lieblingstugenden auch auf mich zu.
Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten? Humor, Offenheit, Gelassenheit, Ehrlichkeit und Bescheidenheit.
Ihr größter Fehler? Erstens bin ich faul. Zweitens rede ich zuviel (und das vor allem zu früh am Morgen, wie meine Frau meint). Außerdem
habe ich bei manchen Dingen einen leichten Hang zur Perfektion, der meinen Mitmenschen manchmal auf die Nerven geht (meine Frau nennt das 'pingelig', was ich aber hiermit energisch zurückweise).
Ihr Traum vom Glück? Zusammen mit meiner Frau alt zu werden. Bei guter körperlicher und geistiger Gesundheit, versteht sich.
Was wäre für Sie das größte Unglück? Siehe meine Antwort auf die allererste Frage.
Was möchten Sie sein? Das hatten wir doch auch schon: Nichts anderes als das, was ich bin.
Ihre Lieblingsfarbe? Gelb.
Ihre Lieblingsblume? Die Freesie. Und meine Lieblingspflanze ist seit neuestem die Zamioculcas zamiifolia. Jetzt wissen Sie nicht, was das ist, oder? Wikipedia hilft weiter:
Ihr Lieblingsvogel? Habe ich keinen. Aber umgekehrt mag ich keine Tauben
und keine Papageien.
Ihr Lieblingsschriftsteller? Hoimar von Ditfurth, Franz Kafka, Eckhard Henscheid, Paul
Davies, Erich Kästner, Isaac Asimov, Ephraim Kishon, Kurt Tucholsky.
Ihr Lieblingslyriker? Mein Sohn Daniel, Joachim Ringelnatz und Christian Morgenstern.
Ihre Helden in der Wirklichkeit? Alle Wissenschaftler, die mit Zähigkeit und Geduld in ihrem
Arbeitsgebiet forschen und so das naturwissenschaftliche Weltbild und damit das menschliche Selbstverständnis erweitern (auch wenn so eine Erweiterung immer nur auf sehr lange Sicht geschieht).
Ihre Heldinnen in der Geschichte? Habe ich keine.
Ihre Lieblingsnamen? Keine speziellen. Allerdings mag ich meinen eigenen Namen 'Heinz' nicht besonders.
Was verabscheuen Sie am meisten? Menschen, die fanatisch und verbohrt ihren radikalen Ansichten anhängen. Menschen, die andere unterdrücken.
Menschen, die nicht zuhören können oder wollen. Menschen, die viel reden ohne etwas zu sagen.
Welche geschichtlichen Gestalten verabscheuen Sie am meisten? Ich weiß, welche Antwort man hier erwartet, aber ich
verabscheue alle, die andere Menschen physisch oder psychisch unterdrücken und sich auf deren Kosten bereichern. Dazu gehören für mich Sklavenhändler ebenso
wie Kirchenfürsten jeder Couleur, sowie die meisten "berühmten" Feldherren, viele Großindustrielle (heute sind das die sog. "Top-Manager") und etliche Staatslenker.
Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten? Ich bewundere keine militärischen Taten und finde das
Wort 'Leistung' in diesem Zusammenhang unangebracht.
Welche Reform bewundern Sie am meisten? Der Begriff 'Reform' ist mir zu inflationär, denn er wird in der
Realität meist vollmundig und ständig für das stümperhafte Herumdoktorn an Symptomen benutzt. Richtige Reformen fallen mir keine ein, aber Vorschläge hätte ich eine ganze
Menge. Bloß, auf mich hört ja keiner...
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen? Ich glaube, ich habe bis heute noch nicht einmal alle die
natürlichen Gaben entdeckt, die mir in die Wiege gelegt wurden. Ich müßte also erstmal ausprobieren, was ich alles nicht kann. Bis jetzt vermisse ich nichts.
Wie möchten Sie sterben? Schnell und schmerzlos. Kurz nach meinem 104. Geburtstag.
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung? Zufriedenheit.
Ihr Motto? Die beiden Fragen: Was will ich? Und was bin ich bereit, dafür zu tun? |
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Interview mit mir selber
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Die Fragen dieses Interviews habe ich aus diversen anderen Fragebögen zusammengeklaubt, weil
sie im FAZ-Fragebogen nicht gestellt werden:
Welches ist Ihr Lieblingstier? Der Elefant. Und natürlich auch die Ente wegen der Namensähnlichkeit: Bo-ENTE.
Was ist Ihre größte Hoffnung? Daß ich eines Tages mal über einen längeren Zeitraum eine vorbildliche Ordnung in meinem Arbeitszimmer
halten kann.
Wer oder was ist Ihre heimliche Leidenschaft? Das Skat-Spiel auf meinem Palm Treo 680 PDA.
Was darf in Ihrem Kühlschrank nie fehlen? Durchwachsener geräucherter Speck, Parmesankäse, Kaffeesahne und Eistee.
Dusche oder Badewanne? Badewanne!!!
Was war Ihr eindringlichstes Kindheitserlebnis? Im Alter von 2 Jahren hat mir ein Kaninchen (kein Scherz!) ein Stück
vom rechten Zeigefinger abgebissen als ich es füttern wollte... seitdem füttere ich niemanden mehr, denn zu viele verkürzte Finger sind beim Keyboardspielen doch eher hinderlich.
Wem werden Sie ewig dankbar sein? Ewig? Niemandem.
Was ist Ihnen peinlich? Das kommt ganz auf die Situation und die beteiligten Personen an.
Wem möchten Sie auf keinen Fall in der Sauna begegnen? Die Aufzählung der Namen würde diesen Rahmen sprengen.
Was sagen Ihre Feinde Ihnen nach? Das weiß ich nicht. Sollte ich tatsächlich Feinde haben, sagen sie's mir nicht.
Wofür oder bei wem müssen Sie sich unbedingt noch entschuldigen? Ich hoffe, bei niemandem für nichts.
Es geht um das Glück der Republik. Welche Person, Gruppierung oder Idee sollte mehr Einfluß gewinnen? Man sollte einfach auf die hören, die
von der jeweiligen Materie wirklich etwas verstehen - unabhängig davon, welcher Gruppierung sie anhängen.
Was ist der größte Luxus, den Sie sich bisher geleistet haben? Mein feuerroter Jeep Grand Cherokee Limited, 5,2 Liter V8-Motor, 250 PS
mit allem Schnickschnack, den ich leichtsinnigerweise aus den USA mitgebracht habe als die Gallone Benzin (3,68 Liter!) dort nur 99 Cents kostete. Deshalb fahre ich Strecken über 100 km hier in Deutschland
meistens mit der Deutschen Bahn.
...im FOTOALBUM
gibt's ein Bild davon.
Wo möchten Sie beerdigt werden? Gar nicht. Ich würde gerne als Skelett
in einem Uni-Hörsaal stehen, nachdem man meine Organe (soweit noch brauchbar) einem sinnvollen Zweck hat zukommen lassen.
...und als Denkmal für die Nachwelt reicht mir diese Webseite. |
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Siehe auch meine anderen SURF-TIPPS |
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